Sonderpreis für Media Office

Einen mit 100 Euro dotierten Sonderpreis des „Landesarbeitskreis Berufsnot e.V.“ (LAK) hat das Media Office–Team im Juli erhalten.

Dank der tiefen Temperaturen im Februar gelang das Gefrieren der Seifenblasen. Die Teilnehmer*innen hielten die zarten Gebilde anschließend fotografisch fest. (Foto: BFGoe)

Unter dem Motto „JuWe – läuft immer“ waren alle LAK Mitglieder aufgerufen, Aktionen einzureichen, die sie zwischen März 2020 und Mai 2021 mit ihren Teilnehmenden unter Pandemiebedingungen durchgeführt haben. Die Jury setzte sich aus allen im LAK vertretenen Mitgliedern zusammen. Für die Fotoausstellung „Aufblühen“ (hier das Video) und die fotografische Darstellung gefrorener Seifenblasen erhielt das Media Office einen Sonderpreis für die beste Vorbereitung und Dokumentation.
 
Die Fotoausstellung „Aufblühen“ entstand nach dem ersten Lockdown und wurde von den Teilnehmenden ein halbes Jahr lang vorbereitet. Die ‚gefrorenen Seifenblasen‘ waren eine digitale Einheit während des zweiten Lockdowns im Februar 2021. Dazu entwickelte das Media Office-Team digitale Unterrichtseinheiten, um die Jugendlichen anzuleiten, sie durch positive Erlebnisse zu motivieren und durch das Fotografieren auch zum Verlassen der Wohnung anzuregen. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten die Seifenlauge für die Seifenblasen nach Rezept selbst herstellen und ließen sie dann bei minus 20 Grad im Freien gefrieren. Anschließend fotografierten sie die beeindruckenden Ergebnisse“, erläutert Sigrid Kleiß, Leiterin der BFGoe-Jugendwerkstätten. 

In den BFGoe-Jugendwerkstätten werden benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene begleitet, die die Schule verweigern, deren Abschluss gefährdet ist oder die den Abschluss bereits in der Tasche haben, aber noch Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf benötigen. Gemeinsam mit den Jugendlichen arbeiten die (sozial-)pädagogischen Teams daran, die teils komplexen Probleme der Teilnehmenden zu lösen und mit ihnen eine realisierbare Perspektive zu entwickeln. „Gerade in den Lockdown-Phasen war es wichtig, den Jugendlichen zu signalisieren‚ dass wir auch in dieser schwierigen Zeit für sie da sind und es weitergeht“, bringt es Sigrid Kleiß auf den Punkt.

Der Ideenwettbewerb sollte nicht nur die kreative Bandbreite der Förderung durch Jugendwerkstätten zeigen, sondern auch ihre Bedeutung für die Stabilisierung der Jugendlichen gegenüber politischen Entscheidungsträgern verdeutlichen. Mit dem Ende der ESF-Förderperiode im kommenden Jahr fürchten die Jugendwerkstätten, ihre Angebote nicht mehr in vollem Umfang anbieten zu können, da das Land Niedersachsen die Förderung reduziert

Der LAK Berufsnot e.V. ist die Interessensvertretung aller Jugendwerkstätten in Niedersachsen. Er arbeitet daran, die Arbeit der Jugendwerkstätten auf eine stabile finanzielle Basis zu stellen, um Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 26 Jahren kontinuierlich zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen eine Perspektive entwickeln zu können. Der LAK Berufsnot engagiert sich in Gremien, richtet Tagungen aus, ist in Plenen und Bildungsveranstaltungen in Niedersachsen aktiv und pflegt den Austausch mit Partnern in der Europäischen Union.